Zentrum für Ethik in der Medizin (ZEM) am
AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt am Main


AKTUELL

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 Interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung für Ärztinnen und Ärzte, PJ-ler/-innen und Pflegekräfte

›Nocebo‹-Effekte und Negativsuggestionen
im klinischen Alltag

Wie negative Erwartungen beim Patienten erzeugt werden
und wie sich diese vermeiden lassen.

Dienstag, 07. Juni 2016, 16.00 (s.t.) - 18.30 Uhr

Agaplesion Markus Krankenhaus
Konferenzzentrum (Haus F), Aula
Wilhelm-Epstein-Strasse 4
60431 Frankfurt/M.

Ärztinnen und Ärzte haben nicht nur durch Medikamente, Untersuchungen und Behandlungen Einfluss auf den Patienten und seine Heilung, sondern wesentlich auch durch ihre Worte und ihre Person. Die positiven Auswirkungen von gelungener Kommunikation sind in der Medizin seit Jahrzehnten untersucht und auch die Wirksamkeit von Placebos für die Linderung von subjektiven Beschwerden nachgewiesen.

Doch es gibt eine bedenkliche Kehrseite, die sog. Nocebo-Effekte, die in den letzten Jahren vermehrt in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt sind. Unter Nocebo-Effekten versteht man Beschwerden, die durch negative Erwartungen des Patienten und/oder Suggestionen der Behandler hervorgerufen werden. So kann allein durch die „falsche Wortwahl“ eine schwerwiegende Nebenwirkung oder Komplikation erzeugt werden. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass Patienten gerade in besonders belastenden Situationen wie einem Aufklärungsgespräch, einer Narkose oder einer Intensivtherapie in einen veränderten Bewußtseinszustand geraten können, der sie für Negativsuggestionen besonders empfänglich macht.

Nun befindet sich der Arzt in einem Dilemma: Er muss über Nebenwirkungen aufklären, zugleich treten diese häufiger und manchmal sogar erst dadurch auf, dass von ihnen gesprochen wurde! Durch das Wissen um Negativsuggestionen und Nocebo-Effekte können diese jedoch besser vermieden werden. Und wenn Worte mit die mächtigsten Werkzeuge sind, über die der Arzt verfügt, dann geht es aus ethischer Sicht um ihren wohl überlegten Einsatz, um Schaden zu vermeiden.

Die Fortbildung richtet sich nicht nur an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Anästhesie und Intensivmedizin, sondern wir laden - auch im Namen des Ethik-Komitees – alle interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Fachbereichen herzlich ein.

Prof. Dr. Dorothee Bremerich
Chefärztin der Klinik für Anästhesiologie, Intensimedizin und Schmerztherapie AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt/M.

Dr. Kurt W. Schmidt
Zentrum für Ethik in der Medizin am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, Frankfurt/M.
Lehrbeauftragter für Medizinethik am Dr. Senckenbergischen Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Frankfurt


 

Referent:

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Ernil Hansen

Regensburg

18.30 Uhr Schlusswort / Ende der Fortbildung

Die Anerkennung der Veranstaltung als zertifizierte ärztliche Fortbildung ist bei der Landesärztekammer Hessen beantragt.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich!
 
 

Anmeldung und Information:

Dr. Kurt W. Schmidt
Zentrum für Ethik in der Medizin
am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS
Wilhelm-Epstein-Str. 4
60431 Frankfurt/M.
 
Tel.: (069) 9533-2555
Fax: (06171) 91 24 23
e-mail: ZEMmarkus@aol.com

 
Das Zentrum für Ethik in der Medizin ist eine Einrichtung des Diakonischen Werkes für Frankfurt am Main des Evangelischen Regionalverbandes






Information :

Dr. Kurt W. Schmidt
Zentrum für Ethik in der Medizin
am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS
Wilhelm-Epstein-Str. 4, 60431 Frankfurt/M.
Tel. (069) 9533 - 2555  //   e-mail: ZEMmarkus@aol.com




































 HIER





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Gesetz zur Patientenverfügung in Kraft

Seit dem 01. September 2009 ist der Umgang mit einer Patientenverfügung erstmals in Deutschland gesetzlich geregelt. Nach jahrelanger Diskussion und heftigen Auseinandersetzungen hatte der Deutsche Bundestag am 29. Juli eine Änderung des Betreuungsrechts (§§ 1901-1904 BGB) beschlossen. Vieles, was bisher für den Krankenhausalltag offen und unklar war, ist nun geregelt. Als wichtigste Punkte sind zu nennen:

•    Jeder einwilligungsfähige Erwachsene kann eine Patientenverfügung erstellen.
•    Niemand darf zur Errichtung einer Patientenverfügung verpflichtet werden. (Dies darf nicht zur Bedingung für einen Vertragsabschluss z.B. bei der Aufnahme in einem Altenheim gemacht werden)
•    Die Patientenverfügung ist schriftlich abzufassen.
•    Eine notarielle Beglaubigung ist nicht vorgeschrieben.
•    Die Patientenverfügung ist unabhängig ihres Alters grundsätzlich gültig; eine Erneuerung in zeitlichem Abstand ist zwar sehr ratsam aber nicht verpflichtend.
•    Die Patientenverfügung kann jederzeit formlos widerrufen werden.
•    Die Patientenverfügung ist für den Arzt grundsätzlich verbindlich.
•    Die Patientenverfügung gilt unabhängig von Art und Stadium der Erkrankung d.h. der Bürger kann für alle denkbaren Erkrankungszustände Grenzen der Behandlung festlegen (z.B. Wachkoma, Demenz). Es gibt keine „Reichweitenbegrenzung“.
•    Das Gesetz betont, dass der Wille des Patienten das entscheidende Kriterium für die ärztliche Behandlung ist.
•    Bevollmächtigte und Betreuer sind an die Patientenverfügung gebunden. Sie müssen prüfen, ob die in der Patientenverfügung vorgenommene Beschreibung der aktuellen Krankheits- und Behandlungssituation entspricht und haben dann den Patientenwillen zur Geltung zu bringen.
•    Treffen die Festlegungen in der Patientenverfügung nicht die aktuelle Krankheits- und Behandlungssituation oder existiert keine Patientenverfügung, so ist für den Arzt, Betreuer oder Bevollmächtigten der mutmaßliche Patientenwille entscheidend.
•    Die Entscheidung zur Durchführung einer medizinischen Maßnahme soll aufgrund des im Dialog zwischen Arzt, Betreuer oder Bevollmächtigtem und den nahen Angehörigen bzw. Vertrauenspersonen festgestellten ausdrücklichen oder mutmaßlichen Patientenwillens getroffen werden.
•    Besteht zwischen Arzt und Betreuer oder Bevollmächtigtem bei medizinischen Maßnahmen, die schwerwiegende und dauerhafte Folgen haben können, Einigkeit in Hinblick auf den Willen des Patienten, muss keine Genehmigung des Betreuungsgerichts einholt werden.
•    Bei Dissens zwischen Arzt und Betreuer oder Bevollmächtigtem bzgl. des Patientenwillens ist das Betreuungsgericht einzuschalten.

Unsere DVD
"Wie erstelle ich meine Patientenverfügung?"
ist mit zusätzlichen Informationen aktualisiert worden.


2. aktualisierte Auflage der DVD erschienen:
"Wie erstelle ich meine Patientenverfügung?"







Das Zentrum für Ethik in der Medizin am Markus-Krankenhaus in Frankfurt/M. und die AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN haben gemeinsam eine DVD herausgegeben, um Bürgerinnen und Bürgern das Erstellen ihrer Patientenverfügung zu erleichtern. Dieses Angebot ist aus der Erfahrung erwachsen, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger eine Patientenverfügung erstellen (wollen), jedoch häufig wichtige medizinische Hintergründe für die Entscheidungsfindung fehlen.

Das Neuartige gegenüber den bisher vorliegenden Broschüren ist, dass die zur Erstellung einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht wichtigen Aspekte in einem Film dargestellt werden. Zuerst führt ein 20-minütiger Film („Patientenverfügung - eine Anleitung“) in die gesamte Thematik ein. Der Film wurde unter professioneller Begleitung (Kamerateam, Tontechnik, Drehbuch, usw.) im Oktober 2008 im Markus-Krankenhaus gedreht. Einzelne Szenen, etwa auf der Intensivstation, wurden nachgestellt, um dem Zuschauer die unterschiedlichen Entscheidungssituationen zu verdeutlichen, die im Krankenhaus das Vorliegen einer Patientenverfügung hilfreich werden lassen. Stellvertretend für den Zuschauer stellt eine junge Frau wichtige Fragen an unterschiedliche Personen im Krankenhaus. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung antworten Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen, sowie Pflegekräfte, eine Heimleiterin, ein Betreuungsrichter und ein Medizinethiker. Diese geben wichtige Hinweise und erklären die Bedeutung einer Vorsorgevollmacht.

In einem zweiten Beitrag sind die einzelne Redebeiträge aus dem letzten Patientenseminar „Wie erstelle ich meine Patientenverfügung?“ vom 04. Oktober 2008 zusammengestellt (Dauer: ca. 60 Minuten). Damit wird dem Wunsch verschiedener Teilnehmer dieser Seminare entsprochen, die einzelnen Redebeiträge noch einmal durchgehen zu können. Ebenso können nun jene Personen, denen die Teilnahme an diesen Seminaren in Frankfurt bisher nicht möglich war, auf diesem Wege diese Informationen erhalten.

Die Gesamtlaufzeit der DVD beträgt ca. 80 Minuten.



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Das Gesamtinhaltsverzeichnis der DVD (Aktualisierte 2. Auflage):

I. Vorwort (Brigitte Zypries, Bundesministerin der Justiz 2002-2009)

II. Filmbeitrag: „Patientenverfügung - eine Anleitung“ (ca. 20 Minuten)
1. Einführung
2. Patientenverfügung - wofür? (Medizin)
3. Wer kann für den Patienten sprechen? (Recht)
4. Wie formuliere ich eine Patientenverfügung? (Medizin)
5. Wo sind die Grenzen der Behandlung? (Ethik)
6. Wer hat das letzte Wort? (Recht)

III. Seminar: „Wie erstelle ich meine Patientenverfügung?“ (ca. 60 Minuten)

1.     Aus Sicht des Onkologen (Krebserkrankungen)
            Dr. med. Rolf Kleinschmidt, Oberarzt der Onkologie
2.     Aus Sicht des Intensivmediziners
            Prof. Dr. med. Markus Sold, Chefarzt der Anästhesie
3.     Aus Sicht der Neurologin (Schädigungen des Gehirns)
            Dr. med. Christa Horbach, Leitende Ärztin der Neurologie
4.     Aus Sicht des Richters
            Richter Axel Bauer, Vormundschaftsgericht Frankfurt/M.
5.     Aus Sicht des Hausarztes (Internist)
            Dr. med. Oliver Langmann, Frankfurt/M.
6.     Aus Sicht des Notarztes
            Michael Schöffner, Facharzt für Anästhesie


Für wen ist die DVD gedacht?
Die DVD richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die sich mit dem Thema Patientenverfügung beschäftigen wollen. Sie bietet für diejenigen hilfreiche Informationen, die sich erstmals mit dieser Thematik beschäftigen. Wer sich sich bereits mit dem Thema Patientenverfügung auseinandergesetzt bzw. eine eigene Verfügung bereits erstellt hat, wird zusätzliche vertiefende Informationen auf dieser DVD finden.

Ebenso können Hausärzte, Betreuungsvereine und Beratungsstellen diese DVD nutzen, um sie an interessierte Personen weiterzugeben; in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen kann die DVD Anregungen zur Durchführung von Veranstaltungen zum Thema „Patientenverfügung“ geben. Bei unentgeltlichen Veranstaltungen darf die DVD öffentlich gezeigt werden.

Die DVD kann und will das persönliche Gespräch mit dem Arzt nicht ersetzen! Sie ist als Informationsmaterial gedacht, auch als Vorbereitung für ein Gespräch mit dem (Haus)Arzt.


Wer hat die DVD hergestellt?
Finanziert wurde die Herstellung der DVD hauptsächlich von zwei Trägern: den Frankfurter Diakonie-Kliniken sowie dem Diakonischen Werk für Frankfurt des Evangelischen Regionalverbandes. Das Zentrum für Ethik in der Medizin ist eine Einrichtung dieses Diakonischen Werkes für Frankfurt. Der Leiter des Zentrums für Ethik ist zugleich Vorsitzender des Ethik-Komitees der Frankfurter Diakonie-Kliniken und mehrere Mitglieder des Ethik-Komitees wie Herr Prof. Dr. Sold, Frau Ursula Endemann, Herr Dr. Rolf Kleinschmidt und Frau Dr. Hanussek haben in einzelnen Szenen mitgewirkt. Vor allem die Ärzte und Pflegekräfte der operativen Intensivstation des Markus-Krankenhauses hatten bei der Verwirklichung des Films maßgeblichen Anteil.

Weitere finanzielle Unterstützung erhielt dieses Projekt
•    vom Bürgerinstitut e.V., Frankfurt/M.
•    von der Evangelischen Akademie Arnoldshain/Taunus
•    vom Förderverein des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Gießen.


Wie kann die DVD bestellt werden?

Die DVD kann von jedermann für 5.- €  (+3.- € für Porto und Verpackung
= Gesamtpreis 8.- €) gegen Rechnung bestellt werden.

Bestelladresse:
Patientenakademie AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS
Frau Cornelia Berger
Tel. (069) 95 33 - 20 20
Fax: (069) 95 33 - 22 97
e-mail: bestellung@fdk.info


Bei inhaltlichen Rückfragen steht Ihnen Dr. Kurt Schmidt,
Zentrum für Ethik in der Medizin, zur Verfügung

Tel.: (069) 95 33 - 2555
e-mail: ZEMmarkus@aol.com


Wichtiger Hinweis: Dieser DVD liegt kein Formular für eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht bei! In den Filmbeiträgen wird auf die Broschüre des Bayerischen Ministeriums der Justiz (Hrsg.) zurückgegriffen, deren Formulare in ganz Deutschland gelten. „Vorsorge für Unfall Krankheit Alter“, Verlag C. H. Beck, München, 11. Auflage 2009,
ISBN 978-3-406-57518-1.
Diese Broschüre (56 Seiten) kann in gedruckter Form im Buchhandel für 3,90 € erworben werden oder im Internet kostenlos heruntergeladen werden.
Download


Vorstellung der 1. Auflage der DVD
bei der Pressekonferenz am 13. Januar 2009

im Markus-Krankenhaus




Mitwirkende und die Herausgeber der DVD (von links nach rechts):

Prof. Dr. Markus Sold (Chefarzt der Anästhesie und op. Intensivstation im     Markus-Krankenhaus),
Michael Schöffner
(Facharzt für Anästhesie, Markus-Krankenhaus),
Dr. Christa Horbach
(Leitende Ärztin Neurologie, Markus-Krankenhaus),
Pfr. Dr. Kurt W. Schmidt
(Zentrum für Ethik in der Medizin am Markus-Krankenhaus),
Dr. Roland Strasheim
(Frankfurter Diakonie-Kliniken)
Pfr. Dr. Michael Frase
(Diakonisches Werk für Frankfurt am Main des Ev. Regionalverbandes)


Artikel in der Tagespresse zur DVD:

FRANKFURTER RUNDSCHAU vom 14. Januar 2009
"Wunschliste für den Ernstfall" von Jana Schulze

EVANGELISCHER PRESSEDIENST (epd)


 

Aktuelle Buchveröffentlichung







Inhaltsverzeichnis als Download


Der Tagungsband ist über die Akademie Arnoldshain für 15,- € (+ Versandkosten zu bestellen:

Zur Bestellung





Inhaltsverzeichnis als Download

Der Band (360 Seiten) ist zum Sonderpreis von 33.- € (plus Versandkosten) direkt über die Ev. Akademie Arnoldfshain zu beziehen:

http://www.evangelische-akademie.de/bestellung_pub.php?id=98

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Suizid und Suizidversuche

Ethische und rechtliche Herausforderung im klinischen Alltag

Herausgegeben von
Prof. Dr. iur. Gabriele Wolfslast
Professur für Strafrecht und Strafprozeßrecht,
Universität Gießen

Dr. theol. Kurt W. Schmidt
Zentrum für Ethik in der Medizin am
Markus-Krankenhaus, Frankfurt/M.

Verlag C.H. Beck, München 2005
ISBN 3-406-53989-0
258 Seiten, Leinen, € 24,80
 

 

Jährlich sterben in Deutschland mehr Menschen durch eigene Hand als im Straßenverkehr. Unter den etwa 11.000 Männer und Frauen sind viele Jugendliche und auch verhältnismäßig viele alte Menschen. Die Zahl der Suizidversuche wird dabei noch mindestens zehnmal so hoch geschätzt.

Suizid und Suizidversuche bringen alle Betroffenen in Not, die kaum zur Sprache kommt. Wie können sich Helfer einem Suizidenten gegenüber angemessen verhalten, wie gegenüber einem Angehörigen oder einem Hinterbliebenen? Warum fällt Ärzten und Pflegenden der Umgang mit suizidalen Patienten so schwer, und warum sind gerade sie so stark suizidgefährdet?

Der Sammelband verbindet die Bewertung des Suizids in Literatur und Geschichte, Medizin und Recht mit ausgewählten Fallsituationen aus dem klinischen Alltag und der modernen Medienwelt. Er will den Blick öffnen für einen hilfreichen Umgang in einer existentiellen Krisensituation.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Prof. Dr. iur. Gabriele Wolfslast
Professur für Strafrecht und Strafprozessrecht, Universität Gießen

Dr. theol. Kurt W. Schmidt, Zentrum für Ethik in der Medizin
Markus-Krankenhaus, Frankfurter Diakonie-Kliniken, Frankfurt/M.

I. Historische Grundlagen und kulturelle Hintergründe

Die Beurteilung des Suizids im Wandel der Geschichte
Prof. Dr. phil. Dietrich von Engelhardt
Institut für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte, Universität zu Lübeck

Zum Verständnis des Suizids: Freiheit oder Krankheit?
Prof. Dr. med. Christian Reimer
Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Universität Gießen

Der Suizid in der Literatur: Weibliche Selbsttötungen in vier klassischen Ehebruchsromanen des 19. Jahrhunderts
Prof. Dr. phil. Horst-Jürgen Gerigk
Russische Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft, Universität Heidelberg

II. Suizid und Suizidversuche im klinischen Alltag

Suizidalität und Parasuizidalität im Kindes- und Jugendalter
Prof. Dr. med. Jörg Fegert
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie, Universität Ulm

Suizidforen im Internet aus psychiatrischer Sicht
Prof. Dr. med. Thomas Bronisch
Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München

Suizidalität im Alter – Medizinische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Dr. med. Peter Netz
Westfälische Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie, Gütersloh

Suizide von Krankenhauspersonal – Motive, Hintergründe, Prävention
Prof. Dr. med. Wolfgang Milch
Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Universität Gießen

Zur Problematik der Helfer-Suizidant-Beziehung: Einstellungen und Affekte als Therapiehindernis
Prof. Dr. med. Christian Reimer
Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Universität Gießen

Suizidalität im Kontext schwerer körperlicher Erkrankungen
Dr. med. Monika Keller, Dipl. Soz. päd. Barbara Wechsung
Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin, Sektion Psychoonkologie, Universitätsklinik Heidelberg

Suizid nach Aufklärung über eine schwere Erkrankung – ein ärztlicher Kunstfehler?
Prof. h.c. Dr. med. Ruth Mattheis
Ehemalige Vorsitzende der Ethikkommission der Ärztekammer Berlin

„Ich will nach Hause“. Ein Fallbeispiel zum Umgang mit einem Patienten nach seinem Suizidversuch
Dr. med. Uwe Rapp
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Markus-Krankenhaus, Frankfurt/M.

III. Kommunikation mit Gefährdeten und Angehörigen

„Was sage ich bloß...?“ Die Kommunikation mit Menschen in akuter Suizidgefahr
Pfarrer Dieter Roos
Lehrsupervisor, DGfP; Leiter der Notfallseelsorge Frankfurt/M., Ev. Kirche in Hessen und Nassau

Wie überbringe ich eine (schlechte) Nachricht? Hinweise zum Erstkontakt mit Angehörigen nach einem erfolgten Suizid
Pfarrer Dieter Roos
Lehrsupervisor, DGfP; Leiter der Notfallseelsorge Frankfurt/M., Ev. Kirche in Hessen und Nassau

IV. Rechtliche Aspekte

Die Verantwortlichkeit des Klinikpersonals aus strafrechtlicher Sicht
Prof. Dr. iur. Heinz Schöch
Institut für die gesamten Strafrechtswissenschaften, Abteilung Kriminologie, Jugendstrafrecht, Strafvollzug, Universität München

Die derzeitige Rechtsprechung auf dem Prüfstand: Kann die Unterscheidung von „Normalpatient“ und Suizidpatient Bestand haben?
Klaus Kutzer
Vorsitzender Richter am BGH a.D., Karlsbad

Information von Angehörigen: Zwischen Schweigepflicht und Aufklärung
Dr. iur. Sonja Rothärmel
Fachbereich Rechtswissenschaft, Professur für Strafrecht und Strafprozessrecht, Universität Gießen

Der vollendete Suizid aus der Sicht der Rechtsmedizin
Prof. Dr. med. Hansjürgen Bratzke
Zentrum der Rechtsmedizin, Universität Frankfurt/M.

Das Posting in Suizidforen im Internet – Ein Fall für das (deutsche) Strafrecht?
Dr. iur. Lars Witteck
Hessisches Ministerium des Innern und für Sport, Wiesbaden

Verhaltensempfehlungen für Ärzte und Ärztinnen nach Suizid und Suizidversuchen
Prof. Dr. Dr. iur. Klaus Ulsenheimer
Rechtsanwalt, München

Weiterführende Literatur zum Thema „Suizid“

Online Anmeldung HIER

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